Die Anzahl der Ausgänge eines Mikrocontrollers (MC) ist begrenzt.
Abhilfe kann hier ein Schieberegister vom Typ 74HC595 schaffen. Diese Schaltungsarchitektur gibt es seit Mitte der 1970er-Jahre.
Mit diesem IC lassen sich serielle Daten in parallele Ausgangssignale umwandeln.
Diese Arbeitsweise nennt man **SIPO**: *Serial In, Parallel Out*.
Der Mikrocontroller überträgt die Daten Bit für Bit über eine Datenleitung.
Mit einem Shift-Takt werden die Bits in das Schieberegister geschoben.
Mit einem Latch-Takt werden die gespeicherten Bits gleichzeitig an die Ausgänge QA bis QH übernommen.
So können mit nur drei Steuerleitungen viele zusätzliche Ausgänge angesteuert werden, da mehrere 74HC595 hintereinander (kaskadiert) geschaltet werden können.
Die mögliche Arbeitsfrequenz hängt vom Hersteller, der Versorgungsspannung und der Schaltung ab.
Für Unterrichts- und Mikrocontroller-Anwendungen ist der 74HC595 in der Regel mehr als schnell genug.